Schlachthof

place
Freiimfelder Straße 42, 06112 Halle (Saale)

Ursprung

Entstehungszeit: Industrie

Ursprüngliche Nutzung

Industrie & Gewerbe - Fabrik

Industrie & Gewerbe - Sonstige

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Gebäudezustand

Kategorie

Sanierungskonzept

Objekt-Nr.

362

Ort

Freiimfelder Straße 42, 06112 Halle (Saale) auf Karte anzeigen

Beschreibung

von 1888 bis 1893 wurde am damaligen Stadtrand in der Nähe des Zentralgüterbahnhofs der städtische Schlacht- und Viehhof errichtet. Der Entwurf für die städtebauliche und architektonische Konzeption stammte von dem damaligen halleschen Stadtbaurat Carl Otto Lohausen. Besonders bemerkenswert ist die hohe Gestaltqualität aller Gebäude in gelbem und rotem Backstein mit reicher bauplastischer Gliederung und Zierteilen aus Sandstein; der hohe architektonische Anspruch an die Gestaltung öffentlicher Gebäude im ausgehenden 19. Jh. und das Selbstbewusstsein dieser Zeit spiegeln sich auch eindrucksvoll in der monumentalen, geradezu pathetischen, Innenraumwirkung der großen Hallen wider; neben der hohen baukünstlerischen Bedeutung des Ensembles bezieht sich der Denkmalwert des Schlachthofes auch aus dem stadt- und kulturgeschichtlichen Zeugniswert im Zuge der gründerzeitlichen Stadtentwicklung. Eigentümer: privat Als eine der letzten innerstädtischen Industrieanlagen des 19. Jahrhunderts stellt der ehemalige Schlacht- und Viehhof die Stadt Halle (Saale) vor große Herausforderungen. Nach jahrelangem Leerstand sind einige Gebäude und Gebäudeteile der Anlage bereits verloren gegangen oder befinden sich in einem nicht mehr sanierungsfähigen Zustand. Beschleunigt wurden die Verluste durch eine Serie von Brandstiftungen auf dem Gelände. Unabhängig davon sind die noch erhaltenen Teile des Schlachthofs samt weithin erkennbarem Wasserturm nach wie vor von besonderer Bedeutung. Sie zeugen eindrucksvoll vom Wachstum der Stadt Halle in der Zeit der Industrialisierung und tragen wesentlich zum charakteristischen Erscheinungsbild des halleschen Ostens bei. In Zusammenhang mit positiven Entwicklungen in der näheren Umgebung (Güterverkehrszentrum der Deutschen Bahn AG, Ansiedlung von Logisitik-Unternehmen) bietet der Schlachthof mit seinem historischen Gebäudebestand enorme Entwicklungspotenziale und könnte sich zu einem weiteren wichtigen Imagefaktor unserer Stadt entwickeln (Text Stadt Halle)

Baujahr

ab 1888

Nutzung

Derzeitige Nutzung

leerstehend

Ursprüngliche Nutzung

Die 1893 erbaute Anlage befindet sich nordoestlich der Stadt. Architekt war Karl Otto Lohausen. 2001 gab es in der Stadt viele Stimmen, die forderten, das Gelaende mit diesen grossen Hallen als neues Messegelaende der Stadt zu entwickeln. Wie so oft gelang es jedoch nicht. Infrastrukturell liegt die Anlage mit 10 Minuten Fussweg zum Hauptbahnhof, 5 Minuten zum S-Bahnhof Steintorbruecke, Strassenbahnhaltestelle vor der Tuer und 5 Autominuten zur A14 optimal fuer solch eine Nutzung. Leider gab es schon einige kleinere Braende. - Konzept von Stadtbaurat Otto Carl Lohausen, Details von Stadtbaurat a.D. Georg Osthoff, Berlin, 1891-93, - Nutzbauten im neoromanischen Stil, Repraesentationsbauten im Neorenaissancestil, - Markthallen in Form von Basiliken, - zinnenbekroenter Wasserturm, - wertvolles Ensemble funktionaler Architektur des spaeten 19. Jh. Zum Tag der offenen Denkmals am 11.9.2005 war der Schlachthof geoeffnet und es gab auch mehrere Veranstaltungen. An der HTWK Leipzig wurden von Architekturstudenten mehrere Nutzungsmodelle erarbeite, die ebenfalls ausgestellt waren.

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